Stadt Vellberg

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Kleinaltdorf

Geschichtliches zu Kleinaltdorf

Die Geschichte Kleinaltdorfs ist eng mit der von Großaltdorf verbunden. Eine erste (bekannte) urkundliche Trennung der beiden Altdorf ist erst 1090/91 nachgewiesen, als die beiden Brüder Wintherus und Richilo de Altdorf ihre Besitzungen in "ambabus villis Altorf et Altorf" an Comburg gaben. 1329 wurde dem Kloster Comburg ein Lehen geschenkt.

Blick auf Kleinaltdorf
Alte Schenke

Namentlich unterschieden wurde Kleinaltdorf aber erst 1350 als "Niedern Altorf" im Vergleich zu "Grozzen Altorf" (1362), als Conrad von Vellberg den Hof in der Klinge verkaufte. Dieser kam 1443 an Jerg und Wilhelm von Vellberg, die auch von Comburg einen Hof erwarben. Der Haupthof war um 1568 der damalige Hof Mack (heute Simon). Die älteste Sippe lässt sich mit Familie Moll bis um 1600 zurückverfolgen. Kleinaltdorf kam erst 1595 vollständig mit seinen 7 Gütern nach Hall. Es dauerte bis 1688, ehe die Kleinaltdorfer nach Großaltdorf zur Kirche gehen durften. Bis dahin mussten sie auf die Stöckenburg. 1712 bestand Kleinaltdorf aus einem Hof, 9 Gütern, 2 Gütlein und einer Mühle.
1802/03 kam man mit Vellberg zum Herzogtum Württemberg. 1846 wurde eine Wirtschaft mit Bierbrauerei (Alte Schenke) erbaut. Die Zehntscheuer wurde 1849 als solche entbehrlich und verkauft, das Hirtenhaus 1940 ebenfalls privatisiert. Die weiteren öffentlichen Gebäude wie Brechhütte, Schafscheuer und Armenhaus wurden abgebrochen. Zum Betrieb der Mahlmühle (seit dem 16. Jh.)hatte man den Aalenbach zu einem Mühlensee aufgestaut. Die Mühle brannte 1868 ab, wurde wieder aufgebaut und brannte 1997 erneut ab. Eine Straße wurde 1899 nach Steinehaig gebaut.

Kleinaltdorf und Großaltdorf

Bis 1935 war Kleinaltdorf eine Teilgemeinde von Großaltdorf mit einem sogenannten Anwalt. Mittelpunkt in Kleinaltdorf war seit 1900 die "Krone" mit dem Saalneubau von 1929, worin viele Jahres- und Weihnachtsfeiern der Vereine stattfanden, der aber auch seit 1934 als Turnsaal diente und seine Bedeutung erst durch den Festhallenneubau 1967 verlor. Nach dem 2. Weltkrieg waren Schule und Kirche 5 Jahre lang im "Kronensaal" untergebracht. 1972 wurde Kleinaltdorf mit Großaltdorf in die Stadt Vellberg eingemeindet. Es zählt heute 171 Einwohner (1826 waren es 114).

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