Stadt Vellberg

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Rathaus Aktuell

Jahresrückblick 2017

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

das Jahr neigt sich so langsam wieder dem Ende zu. Ich hoffe sehr, dass dieses Jahr Gutes für Sie gebracht hat und Sie mit Zuversicht auch in die Zukunft schauen können.

In unserer schönen Stadt hat sich in den letzten Monaten einiges verändert und bewegt.

  • Mit ungefähr 3 Mio. € haben wir wieder viel Geld in unsere Infrastruktur investiert. Das größte Projekt, der Neubau von Bauhof und Feuerwehr, ist fortgeschritten. Für alle gut sichtbar steht das fast fertiggestellte Gebäude im Gewerbegebiet in Talheim. Erfreulich ist, dass wir unseren Kostenrahmen von 3,6 Mio. € nach derzeitigem Stand der Auftragsvergaben halten können. Mit Restmitteln, die noch zur Verfügung stehen, können wir zusätzliche Lagerflächen für den Bauhof schaffen. Mit dem Einzug in das neue Gebäude werden die beiden Feuerwehrabteilungen Vellberg und Großaltdorf zu einer Wehr verschmelzen, um die Mannschaftsstärke beim Ausrücken zu erhöhen. Nächstes Jahr, vom 8. bis 10. Juni, wollen wir ein großes Einweihungsfest mit Tag der offenen Tür feiern. Sie sind heute schon herzlich eingeladen.

Am 3. April konnte das Richtfest zum neuen Gebäude für den Bauhof und die Feuerwehr gefeiert werden.

  • Die Nachfrage nach Bauplätzen ist ungebrochen. Der Hohenloher Weg in der Kreuzäckersiedlung ist erschlossen, alle Bauplätze sind verkauft. Um den Bedarf auch künftig zu decken, ist die Erschließung der Steinbildstraße gerade ausgeschrieben. Die Kostenberechnung geht von einem Auftragsvolumen von ca. 1,9 Mio. € aus. Einen Großteil der Kosten verschlingen der erforderliche Lärmschutzwall zur L 1060, ein Regenrückhaltebecken und eine Pumpstation für das Schmutzwasser. Es wird mit einer Bauzeit von ca. einem Jahr gerechnet. Mit dem Verkauf der Bauplätze wird im Frühjahr 2018 begonnen.
  • Mit den Neubaugebieten kommen auch junge Familien nach Vellberg. Damit steigt der Bedarf an Kindergartenplätzen. Um weiteren Platz für neue Gruppen zu schaffen, wurde der Verwaltungstrakt der Schule in den sog. Altbau der Schule nach grundlegender Sanierung der Räume verlegt. Aktuell werden die Verwaltungsräume für die Kindergartenkinder Schönblick saniert.

Frau Voßwinkel vom Sekretariat der Grundschule in ihrem neuen Büro.

  • Im Kindergarten Großaltdorf wurden in beiden Gruppenräumen neue Küchen eingerichtet. Damit die Kinder auch mitkochen bzw. mitbacken können, erhielten die Küchen für die Kinder ausziehbare Podeste. Im Eingangsbereich wurde der Teppichboden durch einen Laminatboden ersetzt.
  •   Die Freibadsanierung konnte 2017 abgeschlossen werden. Nachdem zu Beginn der Saison das fehlende Personal noch nicht ersetzt werden konnte, ist uns dies doch dank der Unterstützung einiger Rettungsschwimmer recht schnell gelungen. So war die Badesaison für alle Liebhaber unseres Bades gesichert. Für die Saison 2018 konnten bereits Rettungsschwimmer verpflichtet werden. Nun hoffen wir auf einen sonnigen Sommer 2018.
  • Auch die Neugestaltung des Lindenplatzes in Großaltdorf erfolgte in diesem Jahr. Erfreulicherweise sind auch hier die Kosten unterhalb der Kalkulation geblieben. Bei einem rundum gelungenen Einweihungsfest am 3. September wurde der Platz eingeweiht.

Hier waren die Bauarbeiten am Lindenplatz noch voll im Gange. Heute wird der neu gestaltete Platz mit Schwengelpumpe v.a. von Kindern gerne genutzt.

  • weitere Investitionen erfolgten in der Kirchberg- und der Mühlenstraße in Großaltdorf. Hier wurde der schadhafte Kanal sowie Teile des Straßenbelags saniert. Die Bauarbeiten am Feldweg von der Vorstadt zum Friedhof in Lorenzimmern wurden vergeben. Je nach Wetterlage beginnen die Arbeiten noch dieses Jahr.
  • Der Fußweg von der Schule zum Freibad wurde komplett erneuert und die Brücke in Rappolden neu gebaut.

Circa 80.000 EUR hat die Sanierung des Treppenwegs von der Schule zum Freibad gekostet.

  • Das Bebauungsplanverfahren für das Gesundheitszentrum wurde zunächst auf Eis gelegt. Dem Gemeinderat ist es wichtig, die ärztliche Versorgung in unserer Stadt dauerhaft gewährleisten zu können. Deshalb werden wir in unseren Bemühungen hierzu nicht nachlassen.
  • Der Spatenstich für den Neubau einer interdisziplinären Heilmittelpraxis beim Sportzentrum Talheim ist erfolgt. Die Stadt hat den Bebauungsplan entsprechend geändert.
  • Nachdem die K 2619 von Merkelbach nach Untersontheim während der Sanierung der Ortsdurchfahrten Vellberg und Talheim als Umleitungsstrecke ausgewiesen war, hat der Landkreis die schwer beschädigte Straße im Anschluss saniert. Die Arbeiten sind noch im Gange. Deshalb bleibt die Straße noch gesperrt.

Die neue asphaltierte Straße vom Abzweig der L 1064 bis nach Merkelbach.

  • Ausbau der K 2668 Großaltdorf –Ilshofen
    Der Landkreis geht nun dankenswerterweise den Ausbau der K 2668 an. Da er auf Fördermittel des Landes angewiesen ist, benötigt die Umsetzung eine gewisse Vorlaufzeit. Es gibt erste Entwürfe zum geplanten Trassenverlauf und einer möglichen Umfahrung von Großaltdorf. Am 10. Oktober fand in Großaltdorf eine Informationsveranstaltung statt. Der Wunsch nach einer „kompletten“ Umfahrung Großaltdorfs ist groß. Wir haben den Landkreis und das Land Baden-Württemberg gebeten, erneut zu überprüfen, ob dieser berechtigte Wunsch nicht doch realisiert werden könnte. Die Prüfungen laufen noch.

Zahlreiche Bürger kamen zur Informationsveranstaltung zum Ausbau der K 2668 in die Halle nach Großaltdorf.

  • 50 Jahre Weinbrunnenfest
    Auch wenn das Wetter nicht so war, wie wir es uns alle gewünscht haben. Dank der Unterstützung von Hunderten von Ehrenamtlichen, Vereinsmitgliedern und Organisationen haben wir ein wunderschönes Jubiläumswochenende im Juli feiern können. Höhepunkt war der Festumzug am Sonntag, an dem sich sehr viele örtliche Vereine, aber auch auswärtige Organisationen beteiligt haben. Für unsere Kinder war der gemeinsame Luftballonstart ein unvergessliches Erlebnis. Der enorme Arbeitsaufwand für die Mitarbeiter im Rathaus und dem Bauhof vor und während dem Fest hat sich bezahlt gemacht. Danke für diesen tollen Einsatz.

Ehrung langjähriger Helfer beim 50. Weinbrunnenfest
Die glücklichen Gewinner von tollen Preisen bei der diesjährigen Tombola
Prominenter Besuch beim Jubiläumsfest: Stellv. Ministerpräsident Strobl beim Eintrag ins Buch der Stadt

  • Weitere Veranstaltungen wie die Straßengalerie, Konzerte und Veranstaltungen der Vereine, der Mittelalter-, Trödel- und Christkindlesmarkt bereicherten unser kulturelles Leben. Erstmals gaben die Stuttgarter Saloniker im Juli im Burggraben ein Konzert. Sie werden uns nächstes Jahr mit ihrer Musik wieder beglücken.

Konzert der Stuttgarter Saloniker im Burggraben bei schönstem Sommerwetter

  • Nachdem nach langem Warten im Sommer die Bewilligung zu unseren beiden LEADER-Projekten erfolgte, kann nun endlich die Umsetzung erfolgen. Bis zum Sommer nächsten Jahres wollen wir die beiden Projekte „Implementierung der Urschildkröte in das Natur- und Heimatmuseum“ und „Themenweg Urschildkröte“  abschließen. Im Vorfeld hierzu hat im November ein VHS-Vortrag von Andreas Schumann zu diesem Thema den Sitzungssaal des Rathauses aus allen Nähten platzen lassen und uns wieder deutlich gemacht, welcher Sensationsfund in unserer Stadt gemacht wurde.

Volles Haus beim Vortrag von Andreas Schumann zur Urschildkröte

  • Insgesamt 28 Flüchtlinge hat uns das Landratsamt Schwäbisch Hall in diesem Jahr zur sog. Anschlussunterbringung (Schutz vor der Obdachlosigkeit) zugewiesen. Nachdem das Hirtenhaus in Talheim hierfür saniert wurde, können wir bisher alle Flüchtlinge unterbringen. Auch im Obergeschoss des Rathauses in Großaltdorf sind Flüchtlinge eingezogen. Teilweise ist es den Menschen auch gelungen, selbst eine Wohnung zu finden. Trotzdem fehlen uns bald Unterkünfte, wenn die Zuweisungen in diesem Umfang weiter erfolgen. Wenn Sie also eine freie Wohnung zur Verfügung stellen können, wären Sie uns eine große Hilfe. Die Miete übernimmt die Stadt. Dank des Arbeitskreises Asyl und der sehr aktiven Menschen in diesem Kreis werden unsere Flüchtlinge sehr gut unterstützt. Hierfür herzlichen Dank.
  • Finanzlage der Stadt
    Trotz der guten Steuereinnahmen steigt unsere Verschuldung. Dies liegt zum einen daran, dass unsere Steuerkraft steigt und damit die Zuweisungen sinken und  zum anderen, dass wir mehr in unsere Infrastruktur investieren müssen als wir Mittel zur Verfügung haben.  Im Haushalt 2016 sind wir für das Jahr 2017 noch von einer Pro-Kopf-Verschuldung von 750 € ausgegangen. Heute, am Ende des Jahres 2017, liegt die tatsächliche Verschuldung bei 480 €.  Trotzdem können wir uns nicht beruhigt zurücklehnen. Investitionen in Kindergärten, Straßen, Kanäle, Wasserleitungen, Schule, Breitband ….. erfordern in den kommenden Jahren einen hohen Invest und neue Kreditaufnahmen.

  • Für Sie, liebe Bürgerinnen und Bürger, völlig unbemerkt wahrscheinlich, haben wir dieses Jahr im Rathaus unseren ersten doppischen Haushalt umgesetzt. Das Land verpflichtet die Gemeinden von der Kameralistik auf die Doppik umzustellen. Damit soll der tatsächliche Werteverbrauch besser dargestellt und finanziert werden. Für die Mitarbeiter im Rathaus hat dies eine komplette Umstellung des Finanzsystems bedeutet. Sehr viel Arbeit war damit verbunden und heute, am Ende des Jahres, kann ich sagen: wir haben es hervorragend gemeistert. Danke an alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die zu dieser problemlosen Umstellung beigetragen haben.

 
Liebe Bürgerinnen und Bürger,
vieles haben wir im laufenden Jahr auf den Weg gebracht. Der Gemeinderat trifft diese wichtigen Entscheidungen und durch die gute Zusammenarbeit zwischen Verwaltung und Gemeinderat bringen wir Vellberg für Sie und all unsere künftigen Einwohner weiter voran, damit Sie sich weiterhin wohl in Ihrer Stadt fühlen. Ich bedanke mich bei allen Mitgliedern des Gemeinderats und des Ortschaftsrats für Ihr Engagement und die gute Arbeit zum Wohle unserer Stadt.
 
Mein Dank geht auch an alle ehrenamtlich Engagierten, alle Vereine, an die Kirchen und Hilfsorganisationen für ihr Engagement und ihre Unterstützung. Die Weihnachtsgeschichte lehrt uns, dass das wahrhaft Große sich verborgen im Stillen und abseits der großen Öffentlichkeitsarbeit ereignet. Ich bin überzeugt davon, dass dies auch für unsere Stadt gilt. Es sind die vielen Alltagsbegegnungen und die Hilfe, die alten und kranken Menschen durch Gespräche und Besuche zu Teil wird, liebevolle Erziehung von Kindern in Familie, Kindergarten und Schule, das stille ehrenamtliche Engagement in vielen Organisationen und Vereinen, die den Zusammenhalt in unserer Gesellschaft garantieren und das Leben in Vellberg und seinen Teilorten lebenswert machen.
 
Ihnen allen wünsche ich ein fröhliches Weihnachtsfest mit friedlichen und erholsamen Festtagen und einen guten Start in das neue Jahr. Bleiben Sie gesund und wenn Sie krank sind, wünsche ich Ihnen gute Besserung und baldige Genesung.
 
Ihre Ute Zoll, Bürgermeisterin
 
 

Wir bedanken uns für die Unterstützung bei den Vellberger Sponsoren: