Stadt Vellberg

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Straßengalerie 2014

Motto: Schräge Vögel

Was macht den wachsenden Publikumserfolg der Straßengalerie aus? Besucherin Sabine Hezel aus Crailsheim bringt es auf den Punkt: „Es sind nicht die großen Künstler der Gegenwart, die hier ausstellen, sondern Menschen aus der Umgebung wie du und ich, die ein vorgegebenes Thema mit ihrer Phantasie, künstlerischen und handwerklichen Fertigkeiten umsetzen“.

Lisa Hopf, unsere „Schweißfachfrau“, verwendete eine ganze Sammlung alter Wärmflaschen, die sie mit anderen Eisenfundstücken kunstvoll zu tierischen Gebilden zusammenschweißt.

Ellen Eisele beherrscht die Kettensäge wie ein Waldarbeiter. Aus bis zu 2,5 Meter hohen Hartholzbaumstämmen sägt die 1.67 große Hallerin ihre Halb-Mensch-halb-Tier-Objekte. Uli Thieme, der Satiriker, lange Jahre „Chefcartoonist“ bei „Alphapress“, fallen immer wieder originelle Ideen ein. So seine „Hohenloher Kampfdrossel“, die man nur unter Lebensgefahr anschauen kann. Es könnte ja ein Schuss daneben gehen.

Aus Pappmaché kann man ebenfalls anspruchsvolles Kunsthandwerk herstellen. Dagmar Sanwald, Elisabeth Hinz und Christl Jäger formten daraus ihre schrägen Vögel. Die stetig wachsende Zahl an Straßengalerieobjekten, die daheim rumstehen, wird für manchen ein „Problem“. Nicht jeder kann eine Zehntscheuer sein eigen nennen, wie Joachim Trick. Er hat keine Mühe, seine ausrangierten Objekte unterzustellen. Aus der Not eine Tugend machten daher Luise Pfefferkorn und Iris Fischer, beide nur mit kleiner Terrasse ausgestattet. Sie wandelten einfach Objekte aus früheren Straßengalerien in schräge Vögel um.

Werner Steinle plädiert in seinem „Panoptikum der schrägen Vögel“ für einen toleranten Umgang mit den vielfältigen Erscheinungsformen des Menschseins. Dabei denkt er voraus. Nach der Ausstellung wird sein Edelstahl-Glas-Objekt eine Design-Leuchte fürs Wohnzimmer. Seinem Material treu geblieben ist Rolf Frey . Sein „Buongiorno“, wieder aus Beton, schaut den Leuten provokativ  beim Kaffeetrinken zu.

Newcomer Björn Steinhauer ist gleich mit zwei Werken vertreten. Dabei stellte sich heraus, dass im Städtle ein Kinderspielplatz fehlt. Sein „Vermittler“ aus Holz , mit einer Drehachse versehen, wird von den Städtle-Kindern als Karussell benutzt. Seine Plastik „True Love“ aus Beton und Eisen vereint Grobes und Filigranes auf faszinierende Weise.

Gerhard Knapp, ganz im Bauhausstil, „weniger ist mehr“, ist mit 2 Objekten vertreten. Ein Zylinder und eine Kugel, fertig ist sein schräger Vogel. „Einfach, daher genial“ sind Ursula Steiners Objekte. 7 Paar alte Schuhspanner ergeben 7 schräge Vögel. „Verflucht, mir fällt nichts ein!“, fluchte in Gedanken Jürgen Tutas. So kam sein „Fluchobjekt“, der geflügelte „Heilige Strohsack“, zustande.

„Philosophisch“ ging Ursula Schneider-Szutta an das Thema heran. „ Woher kommen schräge Vögel?“ Normale Vögel schlüpfen aus Eiern. Und „schräge Vögel“? Ein 6-teiliges Gelege schräger Vögel, ausgestellt in der Apotheke, versucht die Frage zu beantworten.

Mit drei „Laubsägearbeiten“ ist Joachim Trick vertreten. Sie sind farbenfroh gestaltet und illustrieren jeweils eine lustige Geschichte aus dem bewegten Leben eines schrägen Vogels. Weder Kosten noch Mühe gescheut hat Maya Pogacnik. In ihrem begehbaren „Welcome-to-the- Club“-Häuschen, austapeziert mit kuriosen Fratzen der Kunstgeschichte, hält sie dem Betrachter den Spiegel vor: „Alles schräge Vögel – ich auch“?

Kunsthallenreif wäre bestimmt auch Eckhard Steinhauers „Schrägolux“, aus Plastik und Metall-abfällen zu einem witzigen schrägen Vogel zusammengebaut. Michael Trefz, ein Bewohner der Sonnenhofaußenstelle, hat einen lustigen Vogel gestaltet. Er wurde von Roswitha Schäfer betreut. Sie selbst ist mit ihrem „Rotkehlchen“, einer verfremdeten Schaufensterpuppe, vertreten.

Wieder dabei sind auch Schüler/innen der Grund-und Hauptschule Vellberg. Ihre fantasievollen Vogelobjekte aus Draht beleben die Bäume im Vellberger Städtle.

Joachim Trick, 21.01.2015

Ausstellungskatalog von Werner Steinle

Ausstellungskatalog
Glööckly von Joachim Trick
Kampfdrossel von Uli Thieme
Vermittler von Björn Steinhauer
Welcome to the Club Maja Pogacnik
Im Gänsemarsch von Lisa Hopf
Sensenvogel von Waltraut Gunter
Lilly will hoch hinaus von Ellen Eisele
Hühnervogel von Waltraut Gunter
3 rostige Gesellen von Lisa Hopf
Vogelbank von Luise Pfefferkorn
Lady Gaga von Dagmar Sanwald
Schrägolux von Eckhardt Steinhauer
Schuh Mayer von Ursula Steiner
Panoptikum von Werner Steinle
Partner gesucht von Lisa Hopf
Paradiesvögel von Elisabth Hinz
Heiliger Strohsack von Jürgen Tutas
Punky alias Evelin von Joachim Trick
Mensch Reiher von Uli Thieme
Gelege Schräge Vögel von Ursula Schneider-Szutta
Carusy von Joachim Trick
He Buorngiorno von Rolf Frey
Kalif Storch von Iris Fischer
True Love von Björn Steinhauer
Rotkehlchen von Roswitha Schäfer
Vogelstele von Luise Pfefferkorn 
Vogel 1+2 von Gerhard Knapp
Theater, Theater von Ellen Eisele
Schräguin von Christl Jäger
Flying Illusion von Lisa Hopf
Einfach schräg von Waltraut Gunter
Alles paletti -oder? von Ellen Eisele
Parole- Niemals aufgeben von Michael Treftz

Teilnehmer der Straßengalerie

Teilnehmer
Teilnehmer
Teilnehmer
Teilnehmer
Teilnehmer
Teilnehmer
Teilnehmer
 

Bilder der Straßengalerien von Thomas Brecht und Werner Steinle

Einladung zur Straßengalerie

Flyer der Straßengalerie von Paul Determann

9. Vellberger Straßengalerie unter blauem Himmel

Straßengalerie

Presseberichte der Straßengalerie

Presseberichte
Presseberichte
Presseberichte
Presseberichte

Bilder von Joachim Trick

Bildbände der Straßengalerien von Joachim Trick auf der Homepage

Wir bedanken uns für die Unterstützung bei den Vellberger Sponsoren: