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Aus dem Kreis

Von wegen "Null-Bock-Generation"

„Ich finde es einfach klasse, wie sich diese jungen Menschen engagieren. Von Null-Bock-Generation kann ich zumindest bei denjenigen, die sich am Aktionstag beteiligt haben, nichts erkennen“, sagt Gerhard Bauer voller Anerkennung. Der Haller Landrat ist Schirmherr auch bei der fünften Auflage von „Mitmachen – Ehrensache“ im Landkreis Schwäbisch Hall und steht voll und ganz hinter der Aktion.

Wie viele Mädchen und Jungen dieses Mal bei „Mitmachen – Ehrensache“ dabei waren, kann Dietmar Winter noch nicht sagen. „Viele Arbeitsverträge kommen erst nach dem eigentlichen Aktionstag bei uns herein. Erst wenn alle Verträge da sind, wissen wir die Anzahl der Jugendliche, die mitgemacht haben und wieviel Geld letztendlich für den guten Zweck gespendet wird“, erklärt der Kreisjugendreferent. Er ist zusammen mit dem Kreisjugendring für die Aktion „Mitmachen – Ehrensache“ verantwortlich. Aber eine leise Ahnung hat er schon, dass die Zahlen vom Vorjahr auch dieses Jahr wieder erreicht werden könnte. Damals waren über 450 Kinder und Jugendliche mit dabei, die zusammen 11.000 Euro erarbeitet haben. „Vielleicht schaffen wir ja sogar einen neuen Rekord oder knacken gar die 500er Marke“, hofft Werner Benz vom Kreisjugendring.

Was Dietmar Winter und Werner Benz besonders freut ist, dass sich immer mehr Schulklassen mit ihren Lehrern und Schulleitungen mit gemeinsamen Aktionen bei „Mitmachen – Ehrensache“ engagieren und, dass sich auch Kommunen in verstärktem Maße als Arbeitgeber anbieten.

Auf fruchtbaren Boden ist die Botschaft von „Mitmachen – Ehrensache“ auch bei Silke Rieker gestoßen. Die Schulleiterin der Grundschule in Breitenstein ist von der Sache dermaßen angetan, dass sie den Lohn für die drei Jugendlichen, die einen Tag an der Schule arbeiteten, aus eigener Tasche bezahlt: „Die Schule hat dafür kein Geld. Aber so etwas muss man doch unterstützen. Also zahle ich das eben selbst“, sagt sie. Generell hält sie Mitmachen – Ehrensache“ für eine „sehr, sehr gute Sache“, um einen Einblick in die Berufswelt zu bekommen und das auch noch mit einem guten Zweck zu verbinden. „Und unseren Grundschulkindern macht es unheimlich Spaß, wenn jemand neues in die Klasse kommt. Das schult die Kinder auch im sozialen Umgang mit anderen Menschen“, erklärt sie. Und ganz besonders gefreut habe sie die Tatsache, dass dieses Jahr drei Jugendliche einen Tag an der Schule mitgearbeitet haben, die selbst einmal die Grundschule in Breitenstein besucht haben.

Schon zum wiederholten Mal ist die Firma kocher-plastik Maschinenbau GmbH in Sulzbach-Laufen dabei. Dieses Jahr arbeiteten fünf Jugendliche in dem Betrieb. Das Vorurteil von mangelndem Interesse im Bereich soziales Engagement seitens der Schülerinnen und Schüler kann auch Geschäftsführer Martin Schneider nicht bestätigen. „Alle, die bei uns arbeiten, haben sich selbst aktiv darum bemüht. Das finde ich gut, ich finde die ganze Aktion sehr gut. Die, die hier mitmachen, haben auch Interesse daran“, sagt er. Bereits in den vergangenen Jahren hätten sich durch den Aktionstag immer wieder Perspektiven für die Jugendlichen in Richtung Praktikum oder auch Ausbildung bei kocher-plastik entwickelt. Besser fände er es allerdings, wenn solche Aktionstage vielleicht zwei oder drei Mal im Jahr gäbe. Dann könnte man noch mehr in diesem Bereich für die jungen Leute tun. Und das täte man durchaus gerne, da man bei kocher-plastik „sehr großen Wert auf die Ausbildung“ legt. Für die Jugendlichen sei es „auf jeden Fall von Vorteil“, wenn sie ehrenamtliches Engagement beispielsweise in einem Sportverein nachweisen könnten.

„Wer so was macht, kommt nicht mit null Bock“, ist auch Antonie Freisinger, von der Einrichtungsleitung des St. Josef-Altenheims in Bühlerzell überzeugt. Bei „Mitmachen – Ehrensache“ ist das Altenheim im Bühlertal bereits das dritte Mal mit von der Partie: „Wir haben zwar auch nicht so viel Geld, aber so etwas unterstützen wir gerne“, sagt Antonie Freisinger.

„Nein, eine Belastung für den Betrieb“, sei das nicht, sagt Daniel Trost, Zimmerermeister aus Brettheim, der zum ersten Mal bei „Mitmachen – Ehrensache“ dabei war. Bei ihm arbeitete der 16-jährige Joschua Heißwolf. „Er hat fest mitgeholfen“, lobt ihn sein Chef, der sich gut vorstellen könnte, auch im nächsten Jahr wieder einen Arbeitsplatz für den Aktionstag bei „Mitmachen – Ehrensache“ zur Verfügung zu stellen: „Ich finde diese Aktion gut, sie hilft den jungen Leuten in diesem für viele schwierigen Alter bei der Orientierung. Und so etwas sollte man auf jeden Fall unterstützen."

Schüler der Klasse 6 b der Helmut-Rau-Schule in Mainhardt arbeiteten im Werkhof von Wüstenrot.
Schüler der Klasse 6 b der Helmut-Rau-Schule in Mainhardt arbeiteten im Werkhof von Wüstenrot.
Kreisjugendreferent Dietmar Winter beim Aktionstag im Interview mit L-TV-Redakteurin Ilka Lochmann und Kamermann Björn Stoltenfeldt.
Kreisjugendreferent Dietmar Winter beim Aktionstag im Interview mit L-TV-Redakteurin Ilka Lochmann und Kamermann Björn Stoltenfeldt.

Weitere Stimmen und Impressionen zum diesjährigen Aktionstag von "Mitmachen-Ehrensache" finden sich im Internet unter diesem Link.

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