Talheim: Stadt Vellberg

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Talheim

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Geschichtliches zu Talheim

Der Name Talheim deutet auf fränkische Besiedlung im 7. Jahrhundert hin. Der "-heim-Ort" diente der Versorgung der königlichen Verwaltung auf Stöckenburg. Er lag wie diese an einer wichtigen Fernstraße des frühen Mittelalters und ist 1090 in einer Schenkungsurkunde erstmals erwähnt. Die Oberamtsbeschreibung berichtet von einem Ortsadel, ab 1230 Dietrich, Albrecht, Conrad, Henricus und Ruckerus, 1333 und 1406 Conrad von Thalheim, 1480-1485 Hans von Thalheim, Ritter und brandenburgischer Richter. Die Talheimer kauften 1529 von der Kaplanei Gaildorf den Schlegelsberg. Man gab sich schon 1538 einen "Gemeindt-Brieff", der das Leben im Dorf regelte.

Nachdem Talheim mit Vellberg 1595 zu Hall gekommen war, übernahmen Stättmeister und Rat der Reichsstadt die Hoheitsrechte. In den Akten sind Zollhaus, Zehntscheuer, Kelter, Hirtenhaus und die Talheimer Schenkstätten erwähnt. Im 30jährigen Krieg wütete die Pest. 1645 lag das Hauptquartier der kaiserlichen und bayrischen Truppen in Talheim. 1698 erhielt Talheim von Hall eine Dorfordnung. Noch 1700 gab es auf der Markung Rebland und eine Kelter. Bis ins 19. Jahrhundert war Talheim ein Marktflecken mit vier Marktrechten und eine von 1803 an selbständige Gemeinde im Stab Vellberg, die 1819 bis 1829 zur Stadt Vellberg gehörte und schließlich 1856, nach 27 Jahren Selbständigkeit, wieder nach Vellberg zurückkehrte. 1845 war Rappolden von Untersontheim nach Talheim zugemeindet worden. 1847 zählte Talheim 353 Einwohner. Es gehörte schon immer in die Pfarrei Stöckenburg und die Kinder besuchten dort die Schule bis 1806 und danach in Vellberg, ehe man 1897 ein eigenes Schulhaus beziehen konnte.

An der Eisenbahnlinie erhielt Talheim, auch für Vellberg, kurz vor 1900 einen Haltepunkt (bis in die 70er Jahre). Bis 1932 waren die Talheimer eine Vellberger Teilgemeinde, ehe diese durch Gesetz aufgelöst wurden. Von den 50er bis Mitte der 70er Jahre war Talheim durch die entstandene Siedlung Kirchweg zum damals größten Vellberger Stadtteil geworden, in dem heute knapp 1000 Menschen wohnen. Die Grund- und Hauptschule mit Stadthalle von 1960, die Kläranlage, das Gemeindehaus der evangelischen Kirchengemeinde Stöckenburg, das 1979 angelegte Sportzentrum und das Industriegebiet der Stadt Vellberg stehen auf Talheimer Flur. Auch ein städtischer Kindergarten wurde 1975 gebaut.

Ab 1967 wurde 25 Jahre lang das Meckerfest gefeiert, später das Maifest des Gesangvereins, und 1983 das 23. internationale T(h)alheimer-Treffen mit Delegationen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. 1999 fand es zum 2. Mal hier statt. Mitte der 80er Jahre wurde nach dem Ausbau der engen Ortsdurchfahrt, bei der das Gasthaus "Stern" entfernt werden musste, die Flurbereinigung mit Dorfentwicklung begonnen, die zu einer Verschönerung des Ortsbildes führte. Rund um das Backhaus wird seit einigen Jahren das Backofenfest des Gesangvereins gefeiert.

Kunst und Kulisse
Erleben Sie Moderne Kunst unter freiem Himmel auf unserem Skulpturenweg. Von Juli bis Oktober finden Sie zusätzlich eine temporäre, jährlich wechselnde Ausstellung der Straßengalerie, gestaltet von Künstlern aus Vellberg und Umgebung.

Kulturliebhaber können hochkarätige Konzerte, auch vom Hohenloher Kultursommer, in historischen Räumlichkeiten genießen. Großen Anklang finden die Freilichtspiele von Schwäbisch Hall, die in Vellberg ab und an mit einem Theaterspaziergang gastieren.

Kontaktdaten

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  • Im Städtle 28
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  • Freitag: 08:00 Uhr bis 12:00 Uhr
  • Ortsverwaltung Großaltdorf
  • 74541 Vellberg-Großaltdorf
  • Donnerstag: 16:30 Uhr bis 17:30 Uhr
  • Telefonnummer 07907 944511-0
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