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Denkmalschutz - Steuerliche Förderung beantragen

Für die Erhaltung von Bau- und Kulturdenkmalen sowie Gebäuden in Sanierungsgebieten und städtebaulichen Entwicklungsgebieten können Sie direkte Zuschüsse erhalten.

Darüber hinaus können Sie in Ihrer Einkommensteuererklärung bestimmte Aufwendungen geltend machen.

Dafür benötigen Sie eine spezielle Bescheinigung.

Diese Bescheinigung stellt Ihnen in der Regel die Gemeinde- oder Stadtverwaltung für bestimmte Bau- und Kulturdenkmale und für bestimmte Maßnahmen aus.

Verfahrensablauf

Sie müssen die Förderung in Ihrer Einkommensteuererklärung beantragen. Bei eigengenutzten Objekten beantragen Sie diese in der Anlage FW, bei vermieteten Objekten in der Anlage V in Zeile 34 und bei weder eigengenutzten noch vermieteten Objekten im Hauptvordruck in Zeile 93.

Das Finanzamt entscheidet über die Förderung und teilt Ihnen das Ergebnis in Ihrem Einkommensteuerbescheid mit.

Hinweis: Die Förderung können Sie erstmals für den Veranlagungszeitraum beantragen, in dem die Baumaßnahme insgesamt fertiggestellt ist.

Bei einer Baumaßnahme, die sich über mehrere Jahre erstreckt, ist der Zeitpunkt der Fertigstellung der gesamten Maßnahme entscheidend.

Fristen

Für die Einkommensteuererklärung gelten unterschiedliche Fristen.

  • Bei Pflichtveranlagung: jeweils bis zum 31. Mai des Folgejahres (ab 2018: bis zum 31. Juli des Folgejahres)
  • Bei Antragsveranlagung zur Einkommensteuer 2017: bis zum 31. Dezember 2021
    Bei Antragsveranlagung zur Einkommensteuer 2018: bis zum 31. Dezember 2022

Unterlagen

Fügen Sie das Original der Bescheinigung über die begünstigten Maßnahmen Ihrer Steuererklärung bei.

Kosten

Keine

Hinweis: Die Steuerbescheinigung der Gemeinde- oder Stadtverwaltung müssen Sie bezahlen.

Bearbeitungsdauer

abhängig vom Einzelfall.

Sonstiges

Unter Umständen müssen Sie Ihre Steuererklärung elektronisch abgeben.

Zuständigkeit

das für Ihre Einkommensteuerveranlagung zuständige Finanzamt.

Freigabevermerk

Dieser Text entstand in enger Zusammenarbeit mit den fachlich zuständigen Stellen. Das Finanzministerium, vertreten durch die Oberfinanzdirektion Karlsruhe, hat dessen ausführliche Fassung am 21.09.2018 freigegeben.