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Hier finden Sie hilfreiche Informationen für die Notfallvorsorge, für das richtige Handeln in Notsituationen und weitere Informationen rund um die Themen Starkregen und Energie.

Energiespartipps

Der Krieg in der Ukraine macht deutlich: Deutschland ist viel zu abhängig von Öl- und Gasimporten aus dem Ausland. Um langfristig eine klimafreundliche und sichere Energieversorgung zu erreichen, müssen wir deutlich energieeffizienter werden und den Umstieg auf erneuerbare Energien so schnell wie möglich schaffen. Doch nicht nur die Politik ist gefragt: Jeder von uns kann sofort weniger Energie verbrauchen. Sei es in kommunalen Gebäuden, Betrieben oder Privathaushalten.

Aus aktuellem Anlass startet daher die Stadt Vellberg eine neue Beitragsserie „Energiespartipps“. In dieser Reihe stellen wir in kurzer Abfolge kleine und große Energiespartipps vor, mit denen alle direkt loslegen können.
 

Folge 1: Energie sparen in der Küche

Herd und Backofen

  • Nutzen Sie den Wasserkocher, anstatt Wasser im Topf zum Kochen zu bringen. Dadurch sparen Sie nicht nur Zeit, sondern auch Energie. Zudem sollte natürlich nur die Wassermenge im Wasserkocher erhitzt werden, die man auch tatsächlich braucht.
  • Mit Wasserdampf garen: Wird weniger Wasser zum Kochen verwendet, lässt sich Energie sparen. Ein bis zwei Zentimeter Wasser reichen, um Kartoffeln, Eier oder Gemüse im Dampf zu garen. Nudeln beispielsweise sind schneller gar, wenn sie mit dem Wasser erhitzt und nicht erst ins kochende Wasser gegeben werden. Das spart ebenfalls Energie.
  • Nutzen Sie einen genau passenden Deckel für den Topf. Auch wichtig: die Topfgröße sollte zum Kochfeld passen.
  • Mikrowelle zum Aufwärmen: Nutzen Sie zum Aufwärmen von Speisen die Mikrowelle anstatt den Herd.
  • Restwärme nutzen: Schalten Sie die Kochplatte und den Backofen schon einige Minuten vor Ende der Gar-/Backzeit aus und nutzen Sie die Restwärme.
  • Kein Vorheizen: Verzichten Sie beim Backen auf das Vorheizen. Das Vorheizen des Backofens ist nur bei sehr genauen Garzeiten und empfindlichen Teigarten notwendig. Vorheizen kostet sonst nur unnötig Energie.
  • Umluft spart ebenfalls Energie, da mit einer geringeren Temperatur gebacken wird. Außerdem können Sie so mehrere Ebenen im Backofen gleichzeitig nutzen.

Geschirrspüler

  • Spülen Sie das Geschirr nicht vorher ab, entfernen Sie lediglich die Essensreste. Eine Spülmaschine zu nutzen ist zudem effizienter als das Geschirr von Hand zu waschen.
  • Stellen Sie den Geschirrspüler erst dann ein, wenn er voll ist.
  • Schließen Sie den Geschirrspüler an das Warmwasser an. Dadurch muss das Wasser nicht extra aufgeheizt werden und die Spülzeit wird um bis zu 25 Prozent verringert. Zugleich sparen Sie bis zu 40 Prozent Strom.
  • Nutzen Sie das Eco-Programm ihrer Spülmaschine. Das Ökoprogramm ist sparsamer (auch wenn es länger dauert). Das Wasser wird weniger erhitzt und das spart trotz längerer Laufzeit Strom. Wählen Sie bei regelmäßiger Nutzung des Eco-Programms hin und wieder ein Spülprogramm mit einer höheren Temperatur, um Fettreste im Ablauf des Gerätes vollständig zu lösen.

Kühlschrank

  • Empfohlene Kühlschranktemperatur: 7 Grad (jedes weitere Kältegrad verbraucht sechs Prozent mehr Strom)
  • Je kühler die Umgebungstemperatur, desto weniger muss der Kühlschrank arbeiten. Platzieren Sie Ihren Kühlschrank daher nicht neben der Heizung, dem Backofen oder dem Herd. Auch durchgehende Sonnenbestrahlung sollte vermieden werden.
  • Achten Sie darauf, dass die Speisen völlig abgekühlt sind, bevor Sie diese in den Kühlschrank stellen.
  • Schließen Sie die Türe wieder möglichst zügig.
  • Wenn Sie Gefrorenes auftauen möchten, stellen Sie die Lebensmittel zum Auftauen in den Kühlschrank. Dadurch kühlen Sie die anderen Lebensmittel im Kühlschrank automatisch mit und das Gerät verbraucht weniger Strom.

Gefrierschrank

  • Empfohlene Gefrierschranktemperatur: -18 Grad
  • Tauen Sie den Gefrierschrank regelmäßig ab, sodass sich keine Eisschicht bildet. Denn eine 1cm dicke Eisschicht verdoppelt den Stromverbrauch des Gefrierfachs.
  • Entscheiden Sie sich beim Kauf eines Gefrierschranks für ein Gerät mit No Frost-Technik.
  • Achten Sie darauf, dass das Lüftungsgitter sauber und frei ist, sonst kommt es zu einem Wärmestau.

Folge 2: Energie sparen im Bad

In Folge 2 unserer Serie stellen wir den Menschen in den Fokus. Denn: Energie sparen können wir nicht nur etwa durch effiziente Anlagen, sondern mit vielen kleinen Schritten als Nutzerinnen und Nutzer in unseren Wohnhäusern und Wohnungen.

Wasserhahn

  • Stellen Sie den Wasserhahn beim Zähneputzen, Rasieren oder Händeeinseifen ab.
  • Zusatztipp: Waschen Sie Ihre Hände mit kaltem Wasser. Denn Seife entferntden Schmutz auch ohne Warmwasser.
  • Ist der Wasserhahn drei Minuten offen, bedeutet das eine Wasserverschwendung von 15 Litern.
  • Wenn der Wasserhahn tropft, lassen Sie ihn dringend reparieren.
  • Braucht das Wasser lange zum Erhitzen, fangen Sie das kalte Wasser in Behältern auf. Dies kann zum Beispiel zum Blumengießen oder Wasserkochen genutzt werden.

Dusche

  • Duschen statt baden: Insgesamt verbraucht Baden im Schnitt drei Mal so viel Energie wie Duschen.
  • Duschen Sie nicht allzu warm, denn jedes Grad weniger spart Energie. Wenn Sie zudem Ihre Duschzeit auf maximal fünf Minuten reduzieren, sparen Sie zudem Heizenergie, die zur Aufbereitung des Wassers benötigt wird.
  • Stellen Sie während des Einseifens das Wasser aus.
  • Verwenden Sie wassersparende Duschköpfe und Armaturen

Toilette

  • Entscheiden Sie sich für eine Toilettenspülung mit einem zwei-Mengen-System und einer Spül-Stopp-Funktion. Dadurch kontrollieren Sie die Menge des Wassers selbst.
  • Läuft durchgehend Wasser in Ihre Toilette, dann kontaktieren Sie dringend einen Fachmann. Es handelt sich wahrscheinlich um eine Kalkansammlung im Spülkasten.

Klimaschutz am Arbeitsplatz und zu Hause

Vernünftig Heizen und Lüften lohnt sich. Mit ein wenig Aufmerksamkeit können Sie viel Energie sparen. Dazu gehören individuell eingestellte Raumtemperaturen, entlüftete Heizkörper und richtiges Lüften. Ein durchschnittlicher Haushalt in einem Altbau kann so jährlich bis zu 200 Euro einsparen.

Aktionstipps um Wärme & Strom effizient zu nutzen

Merkblatt Heizen und Lüften

Zehn einfache Punkte zur Optimierung des Betriebs von Heizanlagen

 

Informationen zum Starkregen

Starkregen ist das Abweichen vom „Üblichen“ – In Deutschland spricht man von Starkregen, wenn in fünf Minuten mehr als fünf Liter, in zehn Minuten mehr als zehn Liter oder in einer Stunde mehr als 17 Liter jeweils pro Quadratmeter fallen. (Quelle vgl. Heinrich-Böll-Stiftung)

Weiterführende Informationen zum Thema Starkregen finden Sie hier:

Homepage der Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg

Homepage des Regierungspräsidiums Stuttgart

Homepage der Universität Potsdam