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Präsentationen und Bericht der Bürgerinformationsveranstaltung zum geplanten Edeka-Neubau an der Haller Straße in Vellberg

Autor: Lisa Stapf
Artikel vom 28.10.2021

Am 19. November begrüßte Frau Bürgermeisterin Zoll zusammen mit den Vertretern der Edeka Südwest, des Landratsamts Schwäbisch Hall, des Umweltzentrums Schwäbisch Hall, des Regionalverbandes sowie Moderator Herrn Dreier rund 180 interessierte Zuhörer/-innen in der Stadthalle Vellberg-Talheim. Das Thema der Informationsveranstaltung war das geplante Einzelhandelsvorhaben Kreuzäcker.

Zum Beginn der Veranstaltung nahm Bürgermeisterin Zoll die Zuhörer mit auf eine Zeitreise zur stetigen Verringerung der Versorgungsmöglichkeiten in Vellberg. Daraufhin umriss sie den schwierigen Prozess von den ersten Gesprächen bis hin zu der Beschlussfassung über die Aufstellung eines Bebauungsplans im Gemeinderat. Sie betonte die Offenheit der Standortwahl, in dem sie den Zuhörern mitteilte, dass vor dem weiteren Verfahren eine Alternativstandortprüfung durchgeführt wird.

Nach der Einführung begann Moderator Dreier die Zuhörer durch das Programm der Informationsveranstaltung zu geleiten.

Als erster Programmpunkt stellte Herr Meng von Edeka Südwest den aktuellen Planungsstand dar. Dabei wurde dargelegt, weshalb für Edeka ein Neubau am aktuellen Standort nicht möglich ist.

Herr Fuhrmann vom Kreisplanungsamt informierte die anwesenden Zuhörer über die einzelnen Verfahrensschritte zur Aufstellung eines Bebauungsplans. Hierbei wurde auf die Möglichkeit zur Beteiligung im Rahmen der öffentlichen Auslegung hingewiesen.

Herr Binder und Frau Köngeter von der unteren Naturschutzbehörde des Landratsamts Schwäbisch Hall stellten den umfangreichen Prüfungskatalog zum Ausgleich des geplanten Eingriffs in die Streuobstwiese dar. Ein Ausgleich 1 :1 ist nicht ausreichend, den genauen Umfang ergibt die Prüfung. Zusätzlich muss noch der Ausgleich vom Ausgleich geschaffen werden, da die Streuobstwiese der Ausgleich für das Baugebiet Kreuzäcker darstellt. Auf den Vorhabenträger kämen auf jeden Fall umfangreiche Ausgleichsmaßnahmen zu.

Als Vertreter des Umweltzentrum Schwäbisch Hall gab Herr Zorzi eine Einschätzung des Zentrums zur ökologischen Wertigkeit der Streuobstwiese ab.

Zum Abschluss der Vorträge stellte der Regionalverband Heilbronn-Franken die regionalplanerischen Voraussetzungen für Einzelhandel dar. Insbesondere wies dieser auf die Notwendigkeit einer ausreichenden Grundversorgung in Vellberg hin.

Im Anschluss an die Ausführungen hatten die Zuhörer die Möglichkeit, Fragen zu stellen und in die Diskussion zu kommen, was auch in großem Umfang in Anspruch genommen wurde. Im Zuge der Überprüfung von möglichen Standortalternativen werden angeregte Alternativen berücksichtigt. Über den weiteren Fortgang wird in der Presse, im Amtsblatt und auf der städtischen Homepage berichtet werden.